Welche Zuchtauflagen müssen beachet werden:

HD-Auswertung - Verwendung in der Zucht & Verpaarung

Hüftgelenksdysplasie (HD):

Die Hüftdysplasie ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks. Betroffen sind alle Hunderassen - bei großwüchsigen Rassen tritt das Krankheitsbild aber häufiger auf. 


HD ist großenteils genetisch bedingt, weshalb viele Zuchtvereine HD-Freiheit zur Zuchtzulassung fordern.

Falsche Ernährung und Haltung können die Ausprägung sowie das Fortschreiten der Krankheit begünstigen. Klinisch zeigt sich die HD in zunehmender Bewegungseinschränkung durch Schmerzen im Bewegungsablauf, die infolge der krankhaften Umbauprozesse am Hüftgelenk (> Hüftgelenksarthrose) entstehen.
Eine dauerhafte Schmerztherapie kann häufig lange eine gute Lebensqualität der betroffene Tiere aufrechterhalten.

Grad A - normales Hüftgelenk, keine HD    >  zuchttauglich

Grad B - Grenzfall, Übergangsform             >  zuchttauglich

Grad C leichtgradige HD                             >  nicht zur Zucht empfohlen

Grad D - mittelgradige HD                            >  von der Zucht ausgeschlossen

Grad E - hochgradige HD                               >  von der Zucht ausgeschlossen

 

Patella-Auswertung - Verwendung in der Zucht & Verpaarung

Patellaluxation:

Verlagerung der Kniescheibe nach innen oder nach außen aus der Rinne am Oberschenkel. Eine Verlagerung kann vorübergehend aber auch dauerhaft sein. Häufig ist sie mit einer Fehlstellung der Gliedmaße verbunden. Sie kann sowohl angeboren sein, wie auch nach einer Verletzung auftreten.

Grad 0: Alles in Ordnung

Grad 1: Die Kniescheibe lässt sich verschieben ohne klinische Symptome

Grad 2: Die Kniescheibe verschiebt sich spontan und bleibt verschoben bis sie manuell zurückverlagert wird bzw. der Hund durch Strecken des Kniegelenks die Kniescheibe zurückverlagert.

Grad 3: Die Kniescheibe ist meistens verlagert, kann jedoch zurückverlagert werden, verlagert sich aber sofort wieder. 

Grad 4: Die Kniescheibe ist ständig verlagert - Kniegelenke können nicht durchgestreckt werden.

DNA-Tests, Verwendung in der Zucht & Verpaarung

> CCL, PLL, PRA3, PRA rcd4

In die Zucht müssen unbedingt die Träger-Tiere mit einbezogen werden, damit ein Genpool nicht grundlos verkleinert wird! Träger sind gesunde Tiere, die nicht an der getesteten Krankheit erkranken können, weil Sie nur 1 mutiertes Gen tragen.

 

Zum Ausbruch einer Krankheit müssen 2 mutierte Gene vorliegen. Ausschließlich "Betroffene" Tiere tragen 2 mutierte Gene.    

frei x frei  =  frei  |  frei x Träger  =  frei oder Träger   > Diese Tiere sind allesamt gesunde Tiere!!!

Gebiss | Zahnstatus & Verwendung in der Zucht

Zuchttiere sollten möglichst vollzahnig sein. Bei den Tibet Terriern sind das Scherengebiß sowie der Reibevorbiss erlaubt; wünschenswert ist ein Scherengebiss. 

 

Sowohl die Schneide- als auch die Fangzähne müssen vollzählig vorhanden sein. Bei den Vormahl- und Mahlzähnen werden fehlende Zähne toleriert; 2-3 fehlende Zähne, je nach Zuchtverein. 

Das sind die Kosten bis ein Tibet Terrier "zuchttauglich" ist:

1.

Hüftgelenksdysplasie [HD] incl. Gutachten

ca. 250.- €

2.

Patella

ca.   50.- €
3. Zahnstatusbeurteilung (incl. Beurkundung & Röntgenbildern)

 ca.   60.- €

4. CCL [DNA Test] ca.   45.- €
5. PLL [DNA Test] ca.   45.- €
6. PRA3 [DNA Test] ca.   45.- €
7. PRA rcd4 [DNA Test] ca.   45.- €
8. PRA|LL Untersuchung durch einen DOK-Arzt ca.   50.- €

9.

2 Ausstellungen [Mindestbeurteilung = "SG"]

ca.   80.- €
10. Ankörung ca.   55.- €
    _________
     725.- €